Naturschutzgebiet Alam‑Pedja, Landkreis Tartu, Estland (© Sven Zacek/Nature Picture Library)
Der Tag der Erde erinnert daran, dass Umweltbewusstsein aus konkreten Sorgen entstanden ist. Im Jahr 1970 machten Proteste auf verschmutzte Flüsse, belastete Luft und zerstörte Landschaften aufmerksam und setzten damit politische Veränderungen in Gang. Heute wird der 22. April weltweit begangen, um Bilanz zu ziehen und neue Ziele zu formulieren. Das Motto „Our Power, Our Planet“ für das Jahr 2026 richtet dabei den Blick nach vorn: Bis 2030 soll die globale Kapazität erneuerbarer Energien deutlich ausgebaut werden.
Doch Klimaschutz bedeutet nicht nur neue Technologien. Auch intakte Naturräume leisten einen wichtigen Beitrag. Das heute abgebildete Naturschutzgebiet Alam‑Pedja in Estland schützt seit 1994 eines der größten zusammenhängenden Feuchtgebiete Europas. Frei fließende Flüsse, ausgedehnte Moore und Auen speichern Kohlenstoff und regulieren Wasserstände ganz ohne technische Eingriffe. Auch in Deutschland wächst das Bewusstsein dafür, wie wertvoll diese natürlichen Prozesse für Klima, Landschaft und Artenvielfalt sind.