Zilpzalp, Deutschland (© Andyworks/Getty Images)
Der Zilpzalp kann pro Brutzeit bis zu 7.000 Insekten für seinen Nachwuchs sammeln und trägt damit wesentlich zur Schädlingskontrolle bei.
Klein, lebhaft und sofort am Ruf zu erkennen: Der Zilpzalp gehört zu den häufigsten Singvögeln Deutschlands und ist ein echter Vorbote des Frühjahrs. Schon ab Ende Februar kehren die ersten Männchen aus ihren Winterquartieren im Mittelmeerraum oder Südwesteuropa zurück und beginnen mit dem charakteristischen Gesang, der der Art ihren Namen gegeben hat. Dieses prägnante „zilp‑zalp‑zilp‑zalp“ macht ihn selbst dann gut auffindbar, wenn er in dichter Vegetation verborgen bleibt.
Der Kurzstreckenzieher brütet seit dem 19. Jahrhundert flächendeckend in Deutschland und hat sich vom typischen Waldbewohner zum Kulturfolger entwickelt. Neben Laub‑, Nadel‑ und Mischwäldern besiedelt er heute zunehmend Parks, große Gärten und halboffene Kulturlandschaften. Sein braunolives Gefieder und der helle Überaugenstreif sind dezente, aber markante Merkmale. Als Insektenfresser spielt der Zilpzalp eine wichtige Rolle im Ökosystem. Sein Bestand gilt in Deutschland als stabil bis zunehmend und ist derzeit nicht gefährdet. Beim nächsten Spaziergang lohnt es sich, genauer zuzuhören – irgendwo aus den Zweigen klingt vielleicht schon ein „zilp‑zalp“.