Wasserfall Sgwd yr Eira, Bannau-Brycheiniog-Nationalpark, Wales (© Guy Edwardes/Nature Picture Library)
Der Wasserfall Sgwd yr Eira stürzt in klaren Linien über eine Felswand im Süden von Wales. Sein walisischer Name bedeutet „Wasserfall des Schnees“ und verweist auf den hellen Schleier, der über den dunklen Stein gleitet. Besonders an diesem Ort ist die unmittelbare Nähe: Ein schmaler Pfad führt direkt hinter den Wasserfall, sodass man ihn aus einer seltenen Perspektive erleben kann – mit dem Klang, dem Licht und der kühlen Gischt ganz nah.
Sgwd yr Eira liegt im Brecon-Beacons-Nationalpark, einer Region, die wegen ihrer vielen Wasserfälle oft als „Waterfall Country“ bezeichnet wird. Gut markierte Wege verbinden diesen Ort mit weiteren Wasserfällen entlang des Flusses Hepste. Oberhalb der bewaldeten Schluchten öffnet sich die Landschaft zu weiten Moorflächen und langgezogenen Bergrücken – ein Wechselspiel aus geschütztem Wasser und offenem Hochland, das den Charakter dieser Gegend prägt. Ähnliche Kontraste zwischen engen Wasserfalltälern und offenen Höhenzügen finden sich auch in Deutschland, etwa in den Schluchten des Schwarzwalds oder in den bayerischen Alpen.