Ringfort Grianán von Aileach, County Donegal, Irland (© aluxum/Getty Images)
Der St. Patrick’s Day ist ein Fest, das auf eine über 1.500 Jahre alte Geschichte zurückgeht. Der Lebensweg des irischen Nationalheiligen war jedoch alles andere als geradlinig. Er wurde im römischen Britannien geboren, mit 16 Jahren von irischen Plünderern entführt und kehrte erst Jahre nach seiner Flucht als Missionar nach Irland zurück, einer inneren Berufung folgend. Die bekannte Erzählung, in der er die Dreifaltigkeit anhand eines Kleeblatts erklärte, ist bis heute ein zentrales Symbol der irischen Kultur.
Doch Irlands Erbe reicht noch weiter zurück. Im Nordwesten, im County Donegal, trifft man auf Spuren aus vorchristlicher Zeit. Das weithin sichtbare Ringfort Grianán von Aileach erhebt sich als steinernes Zeugnis der Könige von Ulster über die Landschaft; seine massiven Mauern erinnern an die keltischen Wurzeln der Insel. Heute ist aus dem Gedenktag ein weltweites Phänomen geworden. Auch in vielen deutschen Städten füllen sich irische Pubs mit Musik, Lachen und einem Meer aus Grün – ein Mix aus Geschichte und Lebensfreude, der diesen Tag prägt.