Schlafende Kegelrobbe am Strand, Orkneyinseln, Schottland (© Andrew Mason/Minden Pictures)
Warum braucht diese Robbe so viel Ruhe? Auf den schottischen Orkneyinseln finden Kegelrobben in stillen Buchten, an rauen Klippen und auf weiten Stränden ideale Plätze, um neue Kraft zu tanken. Was wie entspanntes Dösen aussieht, folgt einem klaren Rhythmus: Nach langen Tauchgängen zur Nahrungssuche, die bis in Tiefen von rund 200 Metern führen können, müssen die bis zu 300 Kilogramm schweren Tiere ihre Energiereserven sorgfältig erneuern.
Dafür haben Kegelrobben eine bemerkenswerte Ruheweise entwickelt. Im Wasser schlafen sie nur leicht, damit sie rechtzeitig zum Atmen auftauchen. An abgelegenen Stränden oder auf Felsen gönnen sie sich dagegen längere Phasen erholsamen Schlafs, der ihnen hilft, aufmerksam und gesund zu bleiben – eine wichtige Voraussetzung für das Leben im offenen Meer.
Auch an den deutschen Küsten, vor allem auf Helgoland und im Nationalpark Wattenmeer, sind Kegelrobben inzwischen wieder häufiger zu sehen. Geschützte Lebensräume haben entscheidend zu ihrer Erholung beigetragen. Vielleicht lädt dieses Bild dazu ein, selbst einen Moment innezuhalten.